
Die Schau „Durch die Blume“ im Volkskundemuseum am Paulustor lädt dazu ein, das vertraute Bild des Blumenschenkens neu zu entdecken.
Blumen zum Geburtstag, als Dankeschön oder einfach als spontane Aufmerksamkeit gehören heute zum Alltag und sind eng mit Ritualen und gesellschaftlichen Gepflogenheiten verbunden. Wer Blumen schenkt, folgt dabei oft unbewusst Regeln und Vorstellungen, die sich über Generationen entwickelt haben. „In der Ausstellung wird die Kulturgeschichte der Blume mit der Kulturgeschichte des Schenkens verwoben“, erklärt Kuratorin Margit Horvath-Suntinger. Dabei geht es nicht nur um die Frage, warum Menschen Blumen verschenken, sondern auch darum, welche Bedeutungen ihnen zugeschrieben werden und was ein florales Geschenk über die Beziehung zwischen Schenkenden und Beschenkten erzählt. Denn Blumen sind keineswegs nur dekoratives Beiwerk. Sie schreiben Geschichte, sind Symbole der Politik und seit Jahrhunderten Teil menschlicher Kommunikation. Der Facettenreichtum zeigt sich auch an den Objekten: Stickbilder, Poesiealben, Glückwunschkarten und viele weitere Beispiele erzählen von der Bedeutung der Blume. Auch der langen Tradition der Kunstblumen und ihrer Herstellung ist ein Teil der Schau gewidmet. Denn frische Blumensträuße, wie wir sie heute kennen, sind ein vergleichsweise junges Phänomen. Die Ausstellung ist eine von insgesamt 10 Ausstellungen im Universalmuseum Joanneum und Kunsthaus Graz, die sich dem Jahresthema BLOOM widmet.
Durch die Blume. Geschichten vom Schenken
Zu sehen bis 31.1.2027 im Volkskundemuseum am Paulustor, Paulustorgasse 11–13a, 8010 Graz
www.museum-bloom.at












