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Theater an der Wien: Was bleibt, ist das Jetzt

Das Theater an der Wien präsentiert ein vielfältiges Jubiläumsprogramm 2026/27: Epochale Meisterwerke, spannende Neuentdeckungen und neue Formaten für jung & alle.

In der Saison 2026/27 stellt das MusikTheater an der Wien Werke in den Mittelpunkt, die sich mit der Willkür von Macht und ihren weitreichenden Folgen für Gesellschaft und Individuum auseinandersetzen. Dieses Thema zieht sich wie ein roter Faden durch die Operngeschichte und findet bereits in frühen Meisterwerken eindringlichen Ausdruck, etwa in Francesco Cavallis La Calisto (1651). In einer Neuinszenierung von Stefan Herheim, der zugleich die Intendanz innehat, wird diese auf Ovids Metamorphosen basierende Barockoper als poetisches Zaubertheater auf die Bühne gebracht. Unter der musikalischen Leitung von Christina Pluhar und ihrem Ensemble L’Arpeggiata entsteht ein klanglich facettenreiches Erlebnis, getragen von einem hochkarätigen Gesangsensemble rund um Vera-Lotte Boecker.

Vera-Lotte Boecker
Foto: Monarca Studios

Mit Richard Wagners Der fliegende Holländer rückt ein weiteres Schlüsselwerk ins Zentrum, das zwei Jahrhunderte später den Gedanken des Gesamtkunstwerks vorwegnimmt. Regisseur Philipp Stölzl beleuchtet in seiner Inszenierung kritisch das Frauenbild des 19. Jahrhunderts und zeichnet mit der Figur der Senta ein vielschichtiges Psychogramm. Ambur Braid interpretiert diese zentrale Rolle an der Seite renommierter Wagner-Sänger wie Jordan Shanahan und Wilhelm Schwinghammer.

Günther Groissböck
Foto: Dominik Stixenberger

Familienoper ganz nah!

Mit Pierangelo Valtinonis Der kleine Prinz steht eine große Familienoper auf dem Programm, ergänzt durch neue Produktionen wie Klangstreich und Gold!, die Kindern einen spielerischen Zugang zur Oper eröffnen. Auch die erfolgreiche inszenierte Führung „Bravissimo!“ wird fortgesetzt. Darüber hinaus schafft die Kulturvermittlung „TaWumm!“ mit Workshops, Open-House-Formaten und innovativen Angeboten wie Yogakonzerten neue Begegnungsräume für alle Generationen.

Christina Pluhar
Foto: Michael Nowak

Ein weiterer Höhepunkt ist Nikolai Rimski-Korsakows Der goldene Hahn, eine scharfzüngige Satire auf Machtmissbrauch und Selbstüberschätzung, inszeniert von Maxim Didenko. Hierfür kehrt Starbass Günther Groissböck ans Theater an der Wien zurück. In der zweiten Saisonhälfte steht Ludwig van Beethovens einzige Oper Leonore im Fokus, die anlässlich seines 200. Todestages neu interpretiert wird. Ergänzt wird das Programm durch Händels Rinaldo, der die Schrecken des Krieges eindrucksvoll musikalisch reflektiert.

Neben szenischen Produktionen erweitert das Haus sein Angebot an konzertantem Musiktheater mit Werken von Lully bis Rossini und einer Vielzahl internationaler Künstlerinnen und Künstler. Intime Konzertformate in der „Hölle!“ im Souterrain des Theaters sowie Gesprächsreihen mit prägenden Persönlichkeiten runden das vielseitige Programm ab und unterstreichen den Anspruch, Musiktheater in all seinen Facetten erlebbar zu machen.  

Jetzt Abo sichern! Einzeltickets seit 18. Mai 2026 erhältlich.

www.theater-wien.at