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„Steirer feiern“ den Landesfeiertag

Foto: Fred Lindmoser

Mit dem neuen Festival „Steirer feiern – Josefitag(e) in der Steiermark“ erhält der steirische Landesfeiertag auf Initiative von Landeshauptmann Mario Kunasek ein neues volkskulturelles Format.

Der Josefitag ist in der Steiermark nicht nur Landesfeiertag – er ist für viele Menschen zugleich Ausdruck historischer Identität und kultureller Verwurzelung. Landeshauptmann Mario Kunasek betont die gesellschaftliche Bedeutung dieses Tages: „Der Josefitag erinnert an den heiligen Josef von Nazareth als Landespatron und steht für Werte, die unser Land stark gemacht haben: Verantwortungsbewusstsein, Leistungsbereitschaft, Verlässlichkeit und Zusammenhalt.“ In einer Zeit, in der viele Menschen nach Orientierung suchen, sieht Kunasek im Josefitag ein lebendiges Symbol für kulturelle Kontinuität: Tradition sei kein starres Erbe, sondern eine „lebendige und zukunftsweisende Kraft“, die Identität stärke und Gemeinschaft sichtbar mache.

Volkskultur als gelebte Praxis

Ein zentrales Anliegen der Initiative ist die aktive Einbindung junger Menschen. Kunasek verweist dabei auf die Bedeutung von gelebter Erfahrung statt bloßer Vermittlung: „Die große Chance liegt darin, unsere jungen Menschen früh in traditionelle Feierlichkeiten einzubinden. In der Steiermark – bei Kirchtagen, Almabtrieben oder Krampus- und Perchtenbräuchen – erleben Jugendliche Kultur nicht nur als Geschichte, sondern als lebendige Praxis.“ Wer Bräuche nicht nur beobachte, sondern selbst mitgestalte, entwickle ein stärkeres Zugehörigkeitsgefühl zur Region und übernehme Verantwortung für das kulturelle Erbe. Gerade diese Verbindung von Weitergabe und Erneuerung sei entscheidend, damit Volkskultur nicht museal werde, sondern im Alltag verankert bleibe. Mit dem Festival Steirer feiern – Josefitag(e) in der Steiermark entsteht ab 2026 erstmals ein landesweites Kulturformat rund um den 19. März. Umgesetzt wird das Projekt von der Volkskultur Steiermark GmbH, die als Tochterunternehmen des Landes die Aufgabe verfolgt, das kulturelle Erbe der Steiermark lebendig zu halten.

Foto: Fred Lindmoser

Vielfältiges Programm

Zwischen 19. und 21. März finden zehn zentrale Veranstaltungen in allen Regionen der Steiermark statt – ergänzt durch rund 30 kirchliche Führungen zum Leben und Wirken des heiligen Josef in steirischen Kirchen. Das Programm reicht von traditionellen Formaten wie dem ­Josefisingen in Bad Aussee über Josefimärkte, Chor- und Volksmusikkonzerte bis hin zu regionaltypischer Kulinarik. Ein Volkstanz-Flashmob mit rund 120 Schulkindern im Grazer Landhaushof, organisiert gemeinsam mit den „Pagger Buam“, setzt zudem ein sichtbares Zeichen für die Verbindung von Jugend und Brauchtum. Ergänzt wird das Programm durch die Steirische Gstanzl-
werkstatt des Steirischen Volksliedwerks, die zur aktiven Teilnahme und Mitgestaltung einlädt.

Landeshauptmann Mario Kunasek
Foto: Fabian Walcher

Landeshauptmann Mario Kunasek unterstreicht die kulturpolitische Dimension des Projekts: „Mit Steirer feiern – Josefitag(e) in der Steiermark sind alle eingeladen, den Tag in ihrer Gemeinde oder ihrem Verein aktiv mitzugestalten, sodass Volksmusik erklingt, Mundart gesprochen und Bräuche hochgehalten werden.“ Ziel sei es, den Landesfeiertag dauerhaft zu beleben und Volkskultur nicht nur zu bewahren, sondern spürbar zu machen – als Teil einer lebendigen, zeitgemäßen steirischen Identität, die Tradition, Gegenwart und Zukunft miteinander verbindet.           

Infos zum Festival: www.josefitag.at