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Aufbruch zwischen Kärnten und Steiermark

Seit jeher ein beliebtes Urlaubsziel: der Wörthersee Foto: Eugen Hauber 1948, Multimediale Sammlungen UMJ

Zwei Museen, ein gemeinsamer Blick auf 1.000 Jahre Bewegung: Die Ausstellung „Aufbruch!“ im Museum für Geschichte in Graz und im kärnten.museum in Klagenfurt erzählt von Menschen, die Grenzen überschritten und damit die Geschichte beider Länder prägten.

Seit Dezember 2025 verbindet die Kor­almbahn Graz und Klagenfurt in nur rund 40 Minuten. Doch die Wege zwischen der Steiermark und Kärnten sind schon seit Jahrhunderten von Bewegung geprägt. Aber warum brechen Menschen auf? Diese scheinbar einfache Frage steht im Zentrum der länderübergreifenden Ausstellung Aufbruch!. Die Gründe dafür haben sich über die Jahrhunderte erstaunlich wenig verändert: Handel und Arbeit, Glaube und Bildung, Gesundheitsversorgung und Erholung – und nicht zuletzt persönliche Beziehungen – bringen Menschen bis heute dazu, ihre vertraute Umgebung zu verlassen und neue Wege einzuschlagen. „Egal auf welches Motiv man blickt, immer geht es dabei um Beziehungen. Die Beziehungsgeschichte zwischen der Steiermark und Kärnten ist eine besonders enge und verwobene – von der Landwerdung der beiden Herzogtümer im Mittelalter bis heute, politisch, wirtschaftlich und kulturell“, so Walter Feldbacher, Teil des Kuratorenteams.

Ein Blick in die Ausstellung: Der Schriftzug des legendären Gasthofs Packerhöhe wird gezeigt
Foto: UMJ / JJ Kucek

Fokus auf „Aufbruchsmomente“

Wie eng diese Verbindungen sind, zeigt die Ausstellung anhand konkreter Geschichten. „Im Vorfeld der konzeptionellen Umsetzung gingen wir daran, fast im Stil einer ‚Rasterfahndung‘ steirisch-kärntnerische Verbindungs­linien und Aufbrüche von Personen oder Gruppen zwischen den beiden Ländern quer durch alle Epochen zu sammeln“, erzählt Kurator Thomas Felfer. Rund 100 dieser „Aufbruchsmomente“ machen diese Verbindungen greifbar. Persönliche Dokumente und Objekte geben Einblicke in individuelle Lebenswege. Alltagsgegenstände, Urlaubsmitbringsel, Fotografien, Fanartikel und historische Dokumente erzählen davon, warum Menschen die Pack in die eine oder andere Richtung überquerten – aus beruflichen oder persönlichen Gründen, aus Überzeugung, Neugier oder schlicht weil das Leben sie an einen anderen Ort führte. Die gemeinsame Ausstellung der beiden Museen zeigt mit Blick auf Geschichte, Gegenwart und Zukunft: Es sind stets Menschen, die Geschichte prägen. Was Steiermark und Kärnten heute verbindet, ist das Ergebnis unzähliger Wege, die Menschen auf sich genommen haben. Mit der Koralmbahn ist die Strecke zwischen Graz und Klagenfurt so kurz wie nie, zudem bietet sich eine einmalige Gelegenheit: Wer die Ausstellung im Museum für Geschichte besucht, kann mit dem Ticket auch jene im kärnten.museum erleben.               

Kärntner Weinliebhaber im steirischen Weinland
Foto: Leihgabe Hans Dreisiebner

„Aufbruch! Steiermark <—>  Kärnten“ im Museum für Geschichte bis 6.1.2027
„Aufbruch! Kärnten <—>  Steiermark“ im kärnten.museum Klagenfurt bis 20.9.2026
www.aufbruch-ausstellung.at