Noch bis 31. Mai lockt die kulturelle Landpartie „Schillern“ das Publikum in die Südweststeiermark. Wir sprachen mit Obfrau Isabella Holzmann über die Initiative und die diesjährige Ausgabe.
Was macht die Ausgabe 2026 besonders?
2026 ist für uns ein wichtiger Entwicklungsschritt: Erstmals treten wir als eigenständiger Verein auf und haben uns damit vom losen Zusammenschluss zu einer klar strukturierten Organisation weiterentwickelt. Das verleiht unserem Auftritt mehr Selbstbewusstsein und Geschlossenheit. Das Festival 2026 verbindet neun Orte des Schilcherlandes und spannt so ein kulturelles Geflecht über die gesamte Region.
Schillern 2026 ist bereits in vollem Gange. Auf welche Programmpunkte freuen Sie sich noch in den kommenden Tagen?
Wer noch nie dort war, sollte unbedingt einmal in die Rondell Gallery nach Bad Schwanberg. Das Haus selbst ist ein architektonisches Kleinod und die aktuelle Ausstellung NON SAPIENS von Clemens Luser nimmt ihre Besucher mit auf eine Reise voller surrealer Symbolik. Von 22. bis 25. Mai lädt die Kulturfrische Trahütten zu drei Residencies für Musikerinnen und Musiker – spannend wird das Format vor allem durch die Nähe zwischen Publikum und Künstlerinnen und Künstlern. Auch auf die Lesung von Herbert Dutzer im Dachbodentheater in Stainz freue ich mich, der Autor liest aus seinem Coming-of-Age-Roman Der Plattenspieler unter der Dachschräge. Wer nicht bei der Schillern-Eröffnung im Schloss Hollenegg am 13. Mai war, sollte einen Besuch im Museum nachholen. Im Zentrum der Ausstellung Element: Metall stehen neu beauftragte Arbeiten von fünfzehn zeitgenössischen Design- und Kunstschaffenden.

Was war die ursprüngliche Idee hinter den Kulturtagen „Schillern“ – und welches Ziel verfolgt die Initiative in der Südsteiermark?
Ziel ist es, die vielfältigen Aktivitäten der Kulturinitiativen der Südweststeiermark in einem gemeinsamen Festivalformat zu bündeln. Im Mittelpunkt steht die lebendige kulturelle Praxis der Region: ein starkes Netzwerk, das im ländlichen Raum kontinuierlich künstlerisch arbeitet und diese Vielfalt sichtbar macht.
„Schillern“ vereint zahlreiche Kulturinstitutionen der Region. Welchen Stellenwert hat die Initiative heute für die Südsteiermark?
Die Kulturinstitutionen der Initiative Schillern prägen das kulturelle Leben der Südweststeiermark maßgeblich. 16 Einrichtungen, rund 530 Veranstaltungen jährlich und etwa 50.000 Besucherinnen und Besucher das ganze Jahr über machen eindrucksvoll sichtbar, welche verbindende und belebende Kraft Kultur für eine ganze Region entfalten kann. Als starke Plattform leisten wir einen wichtigen Beitrag zu Bildung, regionaler Entwicklung, Wirtschaft und Tourismus.

An welches Publikum richten sich die Kulturtage – eher an ein regionales Stammpublikum oder möchten Sie gezielt auch neue Besucherinnen und Besucher für Kunst und Kultur in der Südsteiermark gewinnen?
Beides ist uns wichtig. Einerseits möchten wir unser Stammpublikum dazu einladen, Neues zu entdecken und auch bislang unbekannte Einrichtungen zu besuchen. Andererseits sprechen wir gezielt Gäste der Region sowie das Grazer Publikum an, um neue Menschen für Kunst und Kultur in der Südsteiermark zu begeistern.
Kunst.Kultur.Tage. – Schillern.
Zu sehen noch bis 31. Mai
Infos und Programm auf: www.schillern.at













