
Zwischen Repression und Beharrlichkeit: Das BRUSEUM beleuchtet Brus’ Werk vor dem Hintergrund prekärer Lebens- und Arbeitsbedingungen.
Geldmangel, staatliche Repression, fehlende institutionelle Unterstützung, vor allem in seiner frühen Schaffensphase: Trotz jahrzehntelanger Ablehnung blieb Günter Brus seiner Haltung kompromisslos treu. Eine neue, thematisch gegliederte Schau macht diese Konsequenz durch alle Schaffensphasen hindurch nun sichtbar. „Der Titel der Ausstellung, benannt nach einer Bild-Dichtung meines Vaters, lautet Das Bleiben im Rahmen des Unmöglichen. Er hatte die Gabe, den Nagel auf den Kopf zu treffen – und genau das sehe ich als eines der zentralen Vermächtnisse seiner Kunst“, so Diana Brus. Zugleich wird gezeigt, welche Verantwortung und welcher Aufwand hinter den Aufgaben eines Museums steckt, angesichts budgetär unsicherer Zeiten Werke zu sammeln, zu erforschen, zu bewahren und auszustellen. „Das Ausstellungsdisplay macht dies anhand von unverputzten Wänden, recycelter Ausstellungsarchitektur – wie Projektionsleinwänden für Beamer, die bewusst roh gelassen wurden – sowie Fototapeten mit Ausstellungsansichten von Brus aus den 1970er und 1980er Jahren sichtbar“, erklärt Kurator Roman Grabner. Ausstellungsplakate und Originalentwürfe dokumentieren die Karriere von Günter Brus. Zitate aus der Kunstkritik veranschaulichen die kontroversen Reaktionen auf sein Werk über mehr als sechs Jahrzehnte.

Das Bleiben im Rahmen des Unmöglichen
Zu sehen bis 26.10.2026
Neue Galerie Graz, BRUSEUM
Joanneumsviertel, 8010 Graz
www.bruseum.at












