Start KulturBlog Land Steiermark ehrt Wolfgang Hollegha: Die Ganzheit der Natur

Land Steiermark ehrt Wolfgang Hollegha: Die Ganzheit der Natur

Prof. Wolfgang Hollegha mit seiner Frau Edda und Hermann Schützenhöfer vor einem Bild des Künstlers im Büro des Landeshauptmanns. Foto: steiermark.at/Foto Fischer

LH Hermann Schützenhöfer überreichte des Große Goldene Ehrenzeichen mit dem Stern an Wolfgang Hollegha.

Text: Wolfgang Pauker

Die Überreichung dieser hohen Auszeichnung war für Hermann Schützenhöfer mehr als ein Festakt für einen der bedeutendsten österreichischen Maler der Gegenwart, denn die Werke des in der Steiermark beheimateten Künstlers begleiten den Landeshauptmann seit über 25 Jahren. Seit seiner Zeit als Klubobmann und später als Mitglied der Landesregierung zieren dessen Werke als Leihgaben sein Büro, was das besondere Vertrauensverhältnis unterstreicht. „Die Arbeiten von Wolfgang Hollegha inspirieren und regen zum Nachdenken an. Wenn ich Sonntagnachmittag oft allein im Büro bin, betrachte ich immer wieder seine Bilder und ich entdecke dabei auch nach Jahren stets neue Facetten“, beschreibt Schützenhöfer die Faszination, die von dem Maler, der im März seinen 90. Geburtstag feierte, ausgeht. Hollegha wurde 1929 in Klagenfurt geboren, wuchs bei seiner Tante und Großmutter in Frohnleiten auf, studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien und gründete 1956 gemeinsam mit den Künstlern Josef Mikl, Markus Prachensky und Arnulf Rainer die Malergruppe „St. Stephan“. 1960 wurde er nach New York eingeladen, um dort an einer Gruppenausstellung abstrakter Maler teilzunehmen und 1964 beteiligte er sich an der documenta 3 in Kassel. Heute zählt er zu den bedeutendsten abstrakten Malern Österreichs, obgleich der Künstler festhält, dass er sich nicht zu den abstrakten Malern zähle, sondern Abbilder der Natur schaffe. Denn Annäherung an die Natur ist sein zentrales Anliegen. Was er sieht und empfindet, wird durch die Bewegung von Hand und Körper auf die Leinwand übertragen. Die Farbflecken, aus denen sich die Arrangements zusammensetzen, entstehen durch das Schütten von dickflüssiger Farbe, deren Fluss Hollegha präzise steuert. So führt er dem Betrachter auf seine Weise ein farbiges Wechselspiel von Flächen vor Augen, in dem er die Ganzheit der Natur erfasst. Unabhängig von Kunstmoden entwickelte Hollegha seine ganz eigene Malweise, ging stets seinen Weg, unbeirrt von vermeintlichen Zwängen und künstlerischen Moden. „Ich danke Wolfgang Hollegha für das große künstlerische Werk, das er geschaffen hat, und freue mich, ihm in dankbarer Verbundenheit das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark mit dem Stern überreichen zu dürfen“, so der Landeshauptmann.

Foto: steiermark.at/Foto Fischer