Der Rosenkavalier: Zeitlose Komödie mit melancholischem Walzerklang, menschlichen Untiefen und der Frage nach unserer Freiheit gegenüber alten Mustern.
Seit seiner Uraufführung 1911 in Dresden ist Richard Strauss’ und Hugo von Hofmannsthals Rosen-
kavalier ein Welterfolg. In ihrer „Komödie für Musik“ schaffen die beiden Künstler ein synthetisches Wien, in dem Walzerseligkeit, Konversationswitz und opulente Orchesterfarben auf schmerzlich genaue Lebensweisheit im Konflikt zwischen wahrer Liebe, sozialer Verpflichtung und rigider Rollenerwartung treffen.
Die Marschallin, Octavian und Sophie bewegen sich in einem Geflecht aus Standesdünkel, arrangierten Ehen und Rollenmasken – bis ein Moment der Gegenwehr aus dem Tauschobjekt „Frau“ ein handelndes Subjekt macht. So wird aus der Gesellschaftskomödie ein heutiges Stück über Zeit, Selbstbestimmung und Freiheit innerhalb überlieferter Muster. Regisseur Philipp M. Krenn – zuletzt mit Peter Eötvös’ Schlaflos an der Oper Graz gefeiert – erzählt die Geschichte kritisch, voller Tempo und mit opulenter Sinnlichkeit als tragische, zugleich heitere Menschheitskomödie, die sich sisyphoshaft wiederholt. Die ambivalenten Figuren spiegeln sich gegenseitig – in Mustern, die neu verhandelt werden müssen. Ein Werk, das ebenso zeitlos aktuell ist wie lebendig unterhaltend!
Vorstellungen vom 9. Mai bis 26. Juni
Infos & Tickets: www.oper-graz.com













