Start Kunst & Kultur Vienna Art Book Fair #1: Hoch lebe das Kunstbuch

Vienna Art Book Fair #1: Hoch lebe das Kunstbuch

Foto: eSel

Im Oktober fand in der Universität für angewandte Kunst erstmals die Vienna Art Book Fair statt.

Text: Wolfgang Pauker

Die Vienna Art Book Fair (VABF), die heuer von 4. bis 6. Oktober in der Angewandten in Wien zum ersten Mal stattfand, ist ein internationales Festival zur Förderung und Verbreitung von Künstlerpublikationen und Editionen. Auf über 1.000 m² präsentierten über 150 nationale wie internationale Aussteller Bücher, die eigentlich Kunstwerke sind, und verwandelten die Expositur der Universität für angewandte Kunst damit in einen Erlebnispark für Kunstbuchliebhaber. Veranstaltet wurde die Messe, die in ihrer ersten Ausgabe bereits über 4.500 Besucher anzog, von der Grazer Kunsthistorikerin Marlene Obermayer, die auch Gründerin des Non-­Profit-Vereins „Das Kunstbuch“ ist und sich mit ihrem Engagement dem Trend zum Online-Konsum vehement entgegenstellt und mit der VABF in Wien einen Standpunkt für „Publizieren als künstlerische Praxis“ geschaffen hat.

Marlene Obermayer
Foto: C. Mavric

Und das mit Nachhaltigkeit, denn die zweite Ausgabe der als Biennale konzipierten Veranstaltung wurde bereits für Herbst 2021 fixiert. Weil Kunstbücher oft in sehr kleinen Auflagen produziert werden, sind Messen wie die von Obermayer auch wichtige Orte der Distribution. Weiters im Fokus stand der internationale Austausch von Kreativität, Technologie, Druck- und Buchbindetechniken und ein Rahmenprogramm, das Vorträge, geführte Touren durch die VABF, Buchpräsentationen, Lesungen und Diskussionsrunden umfasste. Auf die Frage, was ein Buch denn zu einem Künstlerbuch mache, antwortet die smarte Grazerin mit der Definition der Kunsttheoretikerin Lucy R. Lippard: „It’s an artists’ book, if an artist made it or if an artist says it is.“

Foto: eSel

www.viennaartbookfair.com