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Wie sieht Sommer eigentlich in der Oper aus?

Foto: PhotoWerk

Auf Sommerfrische: Anna Brull, Solistin an der Oper Graz, erzählt, wie sie als Theatermensch den Sommer verbringt.

Sommer bedeutet für mich …

… mein Zuhause in Katalonien – und damit der Ort, wo auch meine Eltern sind. Ich bin am Meer aufgewachsen, wo mein Vater noch heute ein Geschäft betreibt. Obwohl der Sommer dort Hauptsaison und damit viel Arbeit bedeutet, zieht es mich nach wie vor dorthin zurück. Aber Sommer verheißt natürlich auch für mich eine intensive Zeit – ich gebe Konzerte, dieses Jahr unter anderem auch auf einer Kreuzfahrt.

Sie sind gebürtige Katalanin – liegt Ihr liebster Urlaubsort trotzdem in südlichen Gefilden?

¡Sí, claro! Ich liebe die Wärme, deshalb verbringe ich meinen Urlaub stets am Strand mit Blick auf das Meer und dem Sand unter meinen Füßen. Letzten Sommer war ich beruflich ein Monat in Buenos Aires – die haben im August natürlich Winter. Auch wenn es 17 °C hatte, war das eine Eiszeit für mich!

Wie darf man sich die Oper im Sommer vorstellen? Entspannter Freizeitmodus oder elektrisierende Vorfreude auf die neue Saison?

Ganz ehrlich? Leer! (lacht). Nein, natürlich nicht, da stets Gastspiele stattfinden. Dieses Jahr, zum Beispiel, die Rocky Horror Show und La Strada. Mich als Sängerin zieht es aber nach draußen – es gibt so viele schöne Freiluftbühnen, auf denen ich singen darf. Laue Sommerabende und Konzerte unter Sternenhimmel – das ist für uns Theatermenschen sowie Besucherinnen und Besuchern eine herrliche Abwechslung!

Jeder braucht mal eine Auszeit. Wie erholen Sie sich am besten?

Unser Ensemble ist wie eine Opern-Sippe, die ich sehr liebgewonnen habe, von der ich aber auch mal Abstand brauche. Deshalb verbringe ich meine freie Zeit mit Freunden oder fahre nach Hause zu meiner Familie in Katalonien. Am liebsten bin ich dann in der Natur. Ob am Meer oder im Wald, ich liebe es, an der frischen Luft zu sein.

Anna Brull ist seit 2013/14 Ensemble­mitglied an der Oper Graz. In der Spielsaison 18/19 wird sie hier in Friedrich von Flotows „Martha“, Carl Maria von Webers „Oberon“ sowie in der Wiederaufnahme von Gioachino Rossinis „Der Barbier von Sevilla“ zu erleben sein.

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