Start Kulinarik Steirischer Wein: Spitzenweine aus besten Jahrgängen

Steirischer Wein: Spitzenweine aus besten Jahrgängen

Die DAC Riedenweine gelten heute als qualitativ wichtigstes Aushängeschild steirischer Weinkultur. Anfang September haben Interessierte die einmalige Gelegenheit, diese großen Weine von rund 55 verschiedenen heimischen Weingütern zu verkosten.

Text: Stefan Zavernik

Lange Zeit war die Steiermark in erster Linie für ihre leichten, trockenen Weine bekannt. Seit einigen Jahren hat sich ein weiteres Aushängeschild etabliert: sogenannte Riedenweine. Sie stehen oftmals für das Beste, was ein Weingut zu bieten hat und bringen das zum Ausdruck, was die Steiermark in der internationalen Weinwelt so erfolgreich werden hat lassen – Terroir, Klima und Handarbeit.

Das neue DAC Herkunftssystem

Das 2018 ins Leben gerufene DAC Herkunftssystem gliedert die Steiermark in drei wesentliche Weinbaugebiete. In die Südsteiermark, die Weststeiermark und das Vulkanland. Darüber hinaus umfasst es drei unterschiedliche Qualitätsstufen, die pyramidenförmig zueinander in Beziehung treten und die Herkunft der Weine mit unterschiedlich scharfem Fokus zum Ausdruck bringen. Die Gebietsweine stehen für die breiteste Stufe der DAC Herkunftspyramide – für junge, frische und primärfruchtige Weine. Hier können die Winzer Traubenmaterial aus dem gesamten Weinbaugebiet verwenden, miteinander kombinieren und so die klassischen Merkmale des steirischen Weins hervorbringen. Zumeist werden diese Weine im Stahltank ausgebaut und von Liebhabern aufgrund ihrer Jugendlichkeit geschätzt.

Jede Riede besitzt eine eigene Persönlichkeit.
Foto: Weingut Schauer

Auf die Gebietsweine folgen die Ortsweine. Hinter ihnen steht die Idee, die Unterschiede der jeweiligen Gemeinden und Anbaugegenden engmaschig zum Ausdruck zu bringen. Handelt es sich etwa um einen DAC Ortswein Gamlitz, darf der Winzer das Traubenmaterial nur aus Weingärten dieser einen Gemeinde verwenden. Der Geschmack des Ortes wird so in den Vordergrund gespielt. Die Spitze der DAC-Pyramide bilden die Riedenweine, im Mittelpunkt stehen hier einzelne Weingärten und ihre Lagen. Jede von ihnen ist einzigartig und bietet dem Winzer einen eigenen Mikrokosmos, was Terroir, Lage und Klima betrifft. Man könnte sagen, jede Riede besitzt eine eigene Persönlichkeit, und es liegt am Winzer, diese so unverfälscht wie möglich zum Ausdruck zu bringen. Wem dieses Kunststück gelingt, der wird einen großen Wein hervorbringen.

Claudia Genner-Schauer(li., Wein Steiermark) und Winzer Stefan Potzinger mit den steirischen Weinhoheiten.
Foto: Fotokueche

Verkostung in Graz

Nach der erfolgreichen Premiere im Jahr 2017 und einem Gastauftritt im Wiener Palais Ferstel im letzten Jahr ist es der Wein Steiermark ein weiteres Mal gelungen, die renommiertesten Weingüter der Steiermark für eine Riedenweinverkostung unter ein Dach zu bringen. Verkostet wird in diesem Jahr am 2. September in den eleganten Räumlichkeiten der Alten Universität Graz. Jeder Winzer wird dabei große Weine seiner besten Rieden verkosten lassen. Eine geniale Möglichkeit, um dem Geschmack der unterschiedlichen Rieden auf die Spur zu kommen und auszutesten, welche Unterschiede Boden, Mikroklima und Handarbeit bei ein und derselben Rebsorte zum Ausdruck bringen können.

„Große Weine aus den besten Rieden der Steiermark“

2.9.2019, 17–21 Uhr, Alte Universität Graz

Karten: VVK € 44, AK € 49, oeticket.com

www.steirischerwein.at

Eine Verkostung der besonderen Art in der alten Universität.
Foto: Fotokueche